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live in concert ++

Heutzutage scheint es fast unmöglich, den Blick zurück, in die Vergangenheit, zu vermeiden: Wir dokumentieren jeden Aspekt unseres Lebens mit Kameras, die dasselbe Geräusch von sich geben wie ihre analogen Vorgängermodelle, wir messen unser reales Ich mit hoffnungsvoller Resignation an selbstkreierten Onlineprofilen – wo immer es geht, ändern und schönen wir die Spuren, die unser Leben hinterlässt. Wenn Perfektion in greifbare Nähe rückt, sollte man sie auch anstreben, suggeriert die Weisheit der Stunde. Um fair zu sein: Perfektion kann das Leben erheblich vereinfachen.
Sie ist bequem, attraktiv, leicht zu schlucken und erfreut das Herz. Und sie ist gleichzeitig furchtbar langweilig. Auch wenn wir ihr ein paar freundliche, eingängige Hooks verdanken, schenkt uns glatte Perfektion im Pop nie, wirklich nie einzigartige Momente. Hier kommt Telekinesis ins Spiel, ein offenes Soloprojekt, dass auf der Bühne um weitere Mitspieler ergänzt wird. Der Mann hinter diesem Gedankenexperiment, Michael Lerner, schreibt, singt und performt alle Songs, legt eine grenzenlose Verehrung für Japan an den Tag, ohne jemals dort gewesen zu sein, spielt Schlagzeug wie kein anderer, singt ohne Angst vor Konsequenzen – und schaut niemals freiwillig zurück.
Sicher, im Notfall – und unter Androhung lebensbedrohlicher Konsequenzen – könnte man seinen Kopf mit Gewalt nach hinten drehen, doch Michaels Songs sind so irrsinnig eingängig, und er trägt sie in einem derartigen Tempo vor, dass ihre mitreißende Dynamik die Option des Innehaltens oder Umkehrens schon im Ansatz negiert. Darin ähneln sie den hakenbesetzten Fangketten amerikanischer Polizeisperren: Wer hier zurücksetzt, zerfetzt seine Reifen – keine schöne Konsequenz.

Mi, 24.11.2010, 20:00
ROSE GROßE TONNE
INDIE
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