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live in concert

Der Pillow Fight Club propagiert den radikalen Existenzialismus des Namen spendenden Chuck Palahniuk-Romans mit weniger harten Bandagen als Starregisseur David Fincher. Statt Womanizer Pitt und roher Fäuste dominieren faustische Doppel-X-Reflektionen in 120 bpm und eine symphonische Bandbreite von ungeziertem Postpunk bis hin zu glitzernd ausstaffierter Musical-Expression. Ob für die zitierte Rocky-Horror-Romantik der in Fincher’s Fight Club besetzte Meat Loaf Pate stand, ist wohl eher unwesentlich. Wesentlich ist, dass die Plüschvariante der prügelfreudigen Geheimloge den omnipräsenten Reduktionismus der Zeitgeistapostel mit einem hörigen Quantum übermütiger Schwärmerei vermengt – ein genauso waghalsiges wie diskrepantes Unterfangen das nur deshalb so wunderbar gelingt, weil das weibliche Liedorgan der „Band of two couples“ nach Wechselbalgweise zwischen den schizoiden Ausdrucksformen der No-Wave-Legende Kim Gordon und Cindy Lauper’s markant infantiler Schreihalsigkeit changiert. Es ist zu hoffen, dass diese drastische Analogie zum dissoziativ gestörten Protagonisten zitierter Lektüre nicht ebenfalls beizeiten mit einem Lauf im Mund endet. Ob die de Beauvoir’schen Abstraktionen über No Wave-Metren inmitten eines Dorados bezaubernd unzeitgemäßer Kitschigkeiten zur Selbstfindung ähnlich geeignet scheinen wie „ordentlich was auf die Fresse“ ist am Ende eine Frage der Fitness. In einer Zeit, da sich der ästhetische Aufstand, kategorisiert in Neo-, Prä-, Post- und Avant-, vornehmlich über den Schnitt der Anzüge organisiert, wird Pop zur Supersubversion des Status Quo. Nur gut, dass man die wunderbar törichten Eskapaden dieses musikalischen Wandelsterns auch einfach nur einatmen kann, wie das verschwenderische Funkeln einer einsamen Discokugel im Viervierteltakt.

Support : UHOH, die Band aus Crash Tokio, Robocop Kraus, Miles und Missouri Leuten

Mi, 02.06.2010, 21:00
ROSE GROßE TONNE
INDIE ROCK
VVK 7,- zzgl. VVKG // AK 9,-